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Fit im Alter Logo Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Aktuelles für Senioren

12.01.2010

Ginkgo-biloba-Extrakt ohne Effekt auf nachlassende geistige Funktionen

Seit Jahrzenten versuchen Senioren, angeregt von Versprechungen wie "TEBONIN gibt ihrem Gehirn neue Energie", "wirkt direkt auf die ‘Kraftwerke‘ der Zellen" (Schwabe GmbH: So wirkt Theobonin; http://www.schwabe.de/schwabe/Arzneimittel/Theobobnin/Wirkung.php) ihre geistige Leistungsfähigkeit mit Ginkgo biloba zu verbessern. Der Extrakt (240 mg/Tag) hat jedoch bei gesunden Älteren und jenen mit leichten kognitiven Einschränkungen im Vergleich zu Placeco keinen präventiven Nutzen im Hinblick auf die Entwicklung einer Demenz. Dies ist das Resultat der sechsjährigen, aus öffentlichen Mitteln finanzierten GEM-Studie mit mehr als 3000 Senioren, die bei Studienabschluss im Mittel 79 Jahre alt waren.

Arznei-Telegramm 1/2010, Jg. 41

05.01.2010

Der Arzt als Verkäufer - Betroffene gesucht

Für einen TV- Beitrag sucht der Norddeutsche Rundfunk (NDR) Betroffene, denen vom Arzt Nahrungsergänzungsmittel o. ä. verkauft wurden. In dem TV- Beitrag sollen die Verkaufsmethoden von Ärzten beleuchtet und deren Rolle zwischen Vertrauensperson und Verkäufer diskutiert werden. Die Redakteure freuen sich über Rückmeldungen (aus dem ganzen Bundesgebiet) und sichern strenge Vertraulichkeit zu.

Bei Interesse senden Sie bitte eine E- Mail an die Verbraucherzentrale Hamburg: ernaehrung@vzhh.de

19.11.2009 - Verbraucherzentrale Bayern

Kein Schutz vor erkältung und Grippe

Verbraucherzentrale rät von Nahrungsergänzungsmitteln ab

Die Erkältungszeit im November wird auch in diesem Jahr von massiver Werbung für verschiedenste Nahrungsergänzungsmittel begleitet, die angeblich vor Infekten schützen. Neu sind nach Beobachtung der Verbraucherzentrale Bayern unseriöse Angebote für Cystus-Präparate, die Schutz vor einer Infektion mit dem Schweinegrippe-Virus bieten sollen. „Für diese Produkte gibt es keine Zulassung als Arzneimittel. Die wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit sind nicht ausreichend", so die Kritik von Andrea Danitschek, Ernährungswissenschaftlerin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Auch bei

Nahrungsergänzungsmitteln wie Zink-, Selen- oder Vitamin C-Präparaten werde in der Werbung immer wieder eine krankheitsvorbeugende Wirkung suggeriert. „Diese Form von Werbung ist unzulässig und unseriös. Sie weckt beim Verbraucher eine falsche Erwartung", so die Ernährungsexpertin. Kein Nahrungsergänzungsmittel könne einen ungesunden Lebensstil oder eine einseitige Ernährung ausgleichen. Fragen zu Nahrungsergänzungsmittel beantwortet die Verbraucherzentrale telefonisch unter 01805-829232 (14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen).

29.10.2009 - American Association for Cancer Research

Lycopin aus Tomaten - doch kein Schutz vor Krebs

Jahrelang wurde dem Pflanzenfarbstoff Lycopin, der vor allem in Tomaten vorkommt, eine Schutzwirkung vor Krebs - insbesondere Prostatakrebs - nachgesagt. Auch die Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln verdienten viel Geld, indem sie den Pflanzenfarbstoff pressten und teuer verkauften. Eine Studie mit 28 000 männlichen Patienten hat nun gezeigt, dass Lycopin keinen Schutz vor Prostatakrebs bietet. Darüber hinaus wurde sogar festgestellt, dass ß-Carotin, welches mit Lycopin chemisch verwandt ist, das Prostatakrebsrisiko sogar stiegern kann. Von der Einnahme raten die Autoren der Studie daher ab. Weitere Infos unter: www.aacr.org

08.07.2009 - Stuttgart

Nahrungsergänzungsmittel aus dem Ausland - Bei Problemen ist die Vorkasse weg!

Die Verbraucherzentrale erfährt immer wieder von Problemen bei Bestellungen aus dem Ausland. So kann es zum Beispiel sein, dass der Zoll Sendungen beschlagnahmt, deren Inhalt nicht unseren gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Im Voraus bezahltes Geld ist dann meist weg.

Grundsätzlich unterliegt der Versandhandel anderen Bedingungen als der Kauf im Laden. Verträge die über Katalog und Internet geschlossen werden, sind Fernabsatzverträge, die gegenüber dem Anbieter widerrufen werden können. Eine Belehrung über das Widerrufsrecht muss dem Besteller bei Vertragsschluss in Textform vorliegen. Probleme gibt es besonders bei Bestellungen aus dem Nicht EU-Ausland. So bekommen Kunden ihr im Voraus bezahltes Geld nicht zurück, wenn sie mit der Ware nicht zufrieden sind oder berechtigte Reklamationen geltend machen. Ihre Ansprüche gegen den Lieferanten sind über die Grenzen kaum durchsetzbar. Was man beim Versand beachten sollte, wie Reklamationen vermieden werden und über den Nutzen und die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln, informieren die Ernährungsexpertinnen der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg vom 13. bis zum 16. Juli von 15 bis 18 Uhr unter der Nummer 0900-1-77 44 42 (1,75 Euro/min aus dem deutschen Festnetz, aus den Mobilfunknetzen höhere Preise möglich). 

07.07.2009 - Berliner Zeitung, Barbara Weitzel (gekürzte Fassung)

Im Supermarkt der Generationen sind die Preisschilder größer und die Gänge breiter

Einige können nur sehr langsam gehen, andere sehen schlecht und fast alle leben allein. Ein Großteil der Kunden im Edeka-Markt in der Chemnitzer Flemmingstraße sind Senioren. Sie kommen hierher zum Einkaufen, weil die alltäglichen Besorgungen in alltäglichen Supermärkten zur Qual werden können, wenn man nicht mehr zu den Jungen gehört. (...)
"Supermarkt der Generationen" heißen die in Sachsen, Thüringen und Bayern gegründeten Filialen der Edeka-Gruppe. Der Markt in Chemnitz war im Jahr 2004 der erste seiner Art, mittlerweile gibt es fünfzig. Von außen sieht das Geschäft nicht anders als andere Supermärkte aus. Drinnen sorgen viele Details für freudige Irritation: Die Preisschilder sind so groß gedruckt, dass selbst ein schwaches Auge sie ohne Probleme entziffern kann. Zusätzlich hängen an den Regalen Lupen, damit auch das Kleingedruckte auf Produkten lesbar wird. Es gibt nicht einfach nur eine Toilette, sie ist auch behindertengerecht. Einige Einkaufswagen haben eine integrierte Gehhilfe. Die Waage für Obst und Gemüse kann sprechen.Acht Mitarbeiter sind mindestens gleichzeitig im Laden. Dass die Angestellten Zeit haben für freundliche Worte und Hilfsbereitschaft, ist der Chefin wichtig: "Was uns vor allem von anderen Märkten unterscheidet, sind genügend Ansprechpartner und ausreichend Platz", sagt Ellen Rübsam, die den Markt seit der Eröffnung leitet. (...) Die Zahl der Kunden, die auf Komfort und Beratung angewiesen sind, steigt. Ellen Rübsam hält im Lichte des demografischen Wandels mehr Orientierung an den Bedürfnissen der Älteren für dringend notwendig.

03.07.2009 - Pressemeldung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Unerwünschte Wirkungen des Nahrungsergänzungsmittels Hydroxicut

Die im Internet vertriebenen Hydroxycut-Produkte können die Leber schädigen. Das Erzeugnis wird unter dem Namen "Iovate" oder "Muscle Tech" vertrieben und soll die Fettverbrennung steigern. In Finnland ist ein Fall von Leberschädigung im Zusammenhang mit dem Konsum des Produktes bekannt geworden und es wird von der Einnahme abgeraten. Anzeichen von Lebeschädigung sind: Appetitverlust, Überlkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Ermüdungserscheinungen, dunkler Urin oder Gelbsucht. Bei diesen Beschwerden sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

03.07.2009

Pestizide in Goji-Beeren: Höchstmengen-Überschreitungen an der Tagesordnung

Untersuchungen des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart habe ergeben, dass die angeblichen Anti-Aging-Wunderbeeren aus Asien häufig stark mit Pestiziden belastet sind. Alle untersuchten Proben wurden aufgrund von Höchstmengenüberschreitungen für das Insektizid Acetamiprid beanstandet. Außerdem erhielten alle Proben noch weitere Pestizidrückstände - im Mittel 10 verschiedene Substanzen. Zwei der Proben waren als Bio-Produkt bzw. "wilde Goji-Beeren, unbehandelt" deklariert, was aufgrund der Rückstandsfunde offensichtlich falsch ist. Weitere Details zur Untersuchung finden Sie unter www.untersuchungsämter-bw.de mit dem Suchwort Goji-Beere. Nur leider nicht die Produktnamen, obwohl dies aufgrund des Verbraucherinformationsgesetzes seit Mai 2008 möglich wäre!

24.04.2009

Nanotechnologie in Nahrungsergänzungsmitteln: Diese Produkte können die winzigen Teilchen enthalten.

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat eine neues Verfahren bei Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln Einzug gehalten: Die Nanotechnologie. Unter dieser Technologie versteht man die Produktion von künstlich hergestellten Partikeln minimalster Größe, die kleiner als 100 nm sind (also Milliardstel Meter). Zum Vergleich: Ein Größenverhältnis vom Golfball zur Erde. Die Winzigkeit der Teilchen beeinflusst ihr Verhalten  im menschlichen Körper.  Mögliche Gefährdungen für Umwelt und Gesundheit sind noch viel zu wenig erforscht, insbesondere wenn die winzigen Teilchen mitgegessen werden. Nanoteilchen können sich im Gewebe verschiedener Organe anreichern, Toxikologen sprechen von fehlenden Sicherheitsstudien und Verbraucherschützer von fehlenden Bewertungsverfahren und Lücken im Gesetz. Denn die Hersteller machen keine Angaben über deren Verwendung, eine Kennzeichnungspflicht gibt es leider immer noch nicht. Wer keine Nahrungsergänzungsmittel mit möglicherweise gesundheitsschädlichen Nanoteilchen wie Silicium Pulver, Co-Enzym Q 10 oder Silberverbindungen schlucken möchte, sollte die folgenden Produkte meiden:
Tab.: Lebensmittel, die Nanopartikel enthalten können

Die vollständigen Informationen der BUND-Studie finden Sie unter http://www.bund.net

25.03.2009

„Fortodol" kann schwere Leberschäden hervorrufen

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit warnt vor einem im Internet vertriebenen Nahrungsergänzungsmittel mit dem Namen Fortodol. Auf deutschsprachigen Seiten wird das Produkt unter den Namen „Leppin Miridin formerly" oder „Re-Levit 90 capsules" vertrieben. Aufgrund einer Verbrauchbeschwerde in Schweden wurde das Produkt analysiert. Nachgewiesen wurden Nimesulid, Kurkuma-Extrakt und DL-Phenylalanin. Nimesulid wird eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen, ist allerdings in Europa nicht zugelassen. In einigen Kapseln wurden bis zu 50 mg dieser Substanz nachgewiesen. Bei der Einnahme von „Fortodol" besteht die Gefahr schwerer Leberschädigung. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand sind in Schweden und Norwegen bislang neun Personen erkrankt, eine Person verstarb.

Weitere Informationen unter http://www.bvl.bund.de

25.03.2009

Folsäurepräparate erhöhen möglicherweise das Risiko für Prostatakrebs

Die regelmäßige Einnahme eines Folsäurepräparats im Rahmen einer mehrjährigen Studie führte zu überraschenden Ergebnissen: Fast 10% der Männer, die über zehn Jahre lang täglich das Vitamin aus dem B-Komplex eingenommen hatten, erkrankten im Untersuchungszeitraum an Krebs der Vorsteherdrüse. In der Kontrollgruppe, die ein Scheinmedikament bekam, erkrankten hingegen nur 3,3 % der Männer. Die Wissenschaftler nehmen an, dass Folsäure eine komplexe Rolle bei der Entstehung von Prostatakrebs spielt und Folsäurepräparate sich in ihrer Wirkung von natürlicherweise in Lebensmitteln enthaltener Folsäure unterscheiden. Um seinen Folsäurebedarf auf natürliche Weise zu decken, sollten Vollkornprodukte, grüne Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.

15.12.2008

Gingko schützt doch nicht vor Demenz

Gingko in Form von Kapseln, Tees, oder Säften galt lange als Mittel gegen das Vergessen - gegen Demenz. Eine jetzt veröffentlichte Studie an mehr als 3000 Menschen über 75 Jahre, die über 8 Jahre beobachtet wurden, ergab nun, dass Gingko gegen Gedächtnisstörungen nicht besser hilft als ein Placebo. Der Gingko-Extrakt konnte weder die Entwicklung einer Demenz hinauszögern noch verhindern. Die Autoren der Studie kommen daher zu dem Schluss, dass Gingko biloba nicht mehr mit dem Ziel verschrieben werden sollte, eine Demenz zu verhindern. Andere bislang ververöffentlichte Studien konnten teilweise einen Nutzen für bereits an Alzheimer Demenz erkrankte Personen, die zusätzlich an Begleitsymptomen wie Depressionen oder krankhafter Unruhe litten, zeigen.
 
Weitere Informationen: http://idw-online.de

01.11.2008

Wir freuen uns, dass unsere Seminarteilnehmer unter die Dichter gehen!

Hier mehrere Beispiele:

Fit sein ist hier die Frage!

Nicht Eisbein oder Schinkenspeck,
räumt dir die Kalorien weg!
Wer stetig, falsch sich dann ernährt,
von Krankheiten oft wird beehrt.

Ob der Salat, der Gurkensaft,
ob Sellerie oder Zitrone.
Dem Körper neue Kräfte schafft,
denn seine Spannkraft ist nicht ohne!

Nicht die Diät dies alles schafft,
von Allem etwas wähle
Nur Ausgewogenheit gibt Kraft,
nur sie dir deinen Körper stähle!

Damit du dieses nun bedenkst,
die Wahl dir etwas leichter falle,
ward die Ernährung heut kredenzt,
"Fit im Alter" für uns alle!
Helmut Steinert, Delmenhorst

Aus dem Fit im Alter Kurs in Cloppenburg:

Ohne Essen stirbst du, aber das viele Essen verkürzt das Leben.
Aus Malta


Das Essen soll zuerst das Auge erfreuen und dann den Magen
Johann Wolfgang von Goethe

Ein Quentchen Hunger nach dem Essen,
ist besser als sich überfressen
Erich Limpach

Bis zum 40. Geburtstag ist es besser zu essen und dann zu trinken.
Danach gilt das umgekrhte.
Jüdisches Sprichwort

Tu deinem Magen nicht zu gut,
er ist ein wunderbarer Gast.
Wer ihn am meisten Gutes tut,
dem fällt am meisten es zur Last.
Kursteilnehmer


Weitere Gedichte sind ausdrücklich erwünscht!

14.10.2008

Kapseln für geschmeidige Gelenke - zweifelhafte Wirkung

Die frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmittel sollen bei degenerativen Erkrankungen bzw. Entzündungen des Kniegelenks helfen. Die enthaltenden Wirkstoffe "Glucosamin" und "Chondroitin" in den Kapseln sollen akute Beschwerden heilen und vorbeugend helfen. Die therapeutisch wirksame Menge von 1250 g Glucosamin ist in Arzneimitteln,  jedoch nicht in den angebotenen Kapseln enthalten. Daneben sind gesundheitliche Risiken für Menschen nicht ausgeschlossen, die cumarinhaltige Blutverdünner einnehmen, zu Herz-Kreislauf Erkrankungen neigen oder allergisch auf Fischeiweiß oder Krebstiere reagieren.

Weitere Informationen: www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de

29.09.2008

Absurdes Lob für Nahrungsergänzung im Internet

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt: Die Vermarktung dieser Produkte erfolgt oftmals mit zweifelhaften Methoden. Dabei nutzen die gewerblichen Händler häufiger  Meinungsforen, um mit irregulären und absurden Werbeaussagen den Absatz der Produkte zu erhöhen. So wurden bei 26 von 30 überprüften Produkten gesundheitsbezogene Aussagen wie"offene Beine waren nach 3 Monaten weg" oder "chronische Schmerzen verschwinden" getroffen.
"Sie agieren in einer Grauzone, entziehen sich weitgehend der Lebensmittelüberwachung und werden bisher nicht behelligt", kritisiert Ernährungsexpertin Frau Angela Clausen. Sie fordert die Gesetzgeber wie die Betreiber der Internetforen auf, die allein von Umsatzinteressen geleiteten Lobhudeleien zu unterlassen.

Weitere Informationen
: http://www.vz-nrw.de

19.09.2008

Seniorenfreundliche Supermärkte in Brandenburg

Viele Senioren bemängeln den Service und die Einkaufsbedingungen in Supermärkten. Um konkrete Verbesserungen zu initiieren, führte die Verbraucherzentrale eine "Top-Ten-Wunschliste" ein und rief zu Marktchecks in Brandenburg auf. Bis Ende des Jahres 2008 können Handel und Verbraucher ihre Bewertungen abgeben. Durch die Aktion will die Verbraucherzentrale Kunden zum kritischen Hinsehen und Nachfragen ermutigen. Von einigen Märkten erfolgte bereits eine Rückmeldung und Selbsteinschätzung, inwieweit in ihren Märkten seniorengerecht eingekauft werden kann.

Weitere Informationen: www.seniorengerechter-supermarkt.de/startseite

12.08.2008

Nahrungsergänzungsmittel können die Wirksamkeit von Krebstherapien verschlechtern

Der Berufsverband Deutscher Internisten warnt: Antioxidanzien hemmen die Bildung freier Radikale im Körper und blockieren die Wirkung einer Chemie- oder Bestrahlungstherapie.
Die Substanzen sollen schädliche freie Radikale abfangen und die Zellen des Körpers so vor ihnen schützen. Auf der anderen Seite sollen freie Radikale, die bei einer Strahlen- und Chemotherapie entstehen, die Erbsubstanz und Eiweiße von Krebszelle schädigen und diese so an ihrer Vermehrung hindern. „Ohne freie Radikale ist sowohl eine Bestrahlung als auch eine Chemotherapie wirkungslos", sagt Prof. Reiner Hartenstein vom BDI.
In einer Untersuchung haben amerikanische Wissenschaftler nun mehrere Studien zur Wirkung von Antioxidanzien bei einer Chemo- oder Strahlentherapie ausgewertet. Da ihre Wirksamkeit nach wie vor nicht belegt ist, könnte ihr Schaden größer sein als der Nutzen.

16.07.2008

Nährwerte: Dickmachern auf der Spur Ampel-Checkkarte enttarnt Zuckerbomben

Die Einkaufshilfe ist nicht größer als eine gewöhnliche Kreditkarte. Sie listet für Lebensmittel und Getränke auf, welche Anteile an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz als gering, mittel und hoch einzustufen sind. Zur besseren Orientierung sind die Angaben mit den Ampelfarben grün, gelb und rot unterlegt. Verbraucher können so Zuckerbomben und Fettfallen schon im Supermarkt enttarnen. Die Ampel-Checkkarte ist bundesweit in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentralen erhältlich.

Weitere Informationen: www.verbraucherzentrale-ampelcheck.de bereit.

01.07.2008

Zweifel am Nutzen von Cholesterin senkenden Lebensmitteln - Pflanzensterin-Zusatz in Lebensmitteln bleibt umstritten

Seit einigen Jahren sind sie in Deutschland auf dem Markt: Lebensmittel wie zum Beispiel Margarine, Milch- und Joghurterzeugnisse, angereichert mit Pflanzensterinen. Diese Stoffe konkurrieren im Darm mit Cholesterin um die Aufnahme ins Blut. Durch den regelmäßigen Verzehr von Lebensmitteln mit Pflanzensterinzusatz kann so der Gesamtcholesterinspiegel um bis zu 10 % und der Blutspiegel des „schädlichen" LDL-Cholesterins um bis zu 15 % gesenkt werden. Doch neuere Studien zeigen jetzt, dass möglicherweise auch eine erhöhte Pflanzensterinkonzentration im Blut, die durch den Verzehr der angereicherten Lebensmittel entsteht, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern könnte.
Die Verbraucherzentralen fordern daher erneut, dass vor einer Empfehlung von Cholesterin senkenden Lebensmitteln Studien notwendig sind, die nicht nur die Cholesterin senkende Wirkung sondern auch die Sicherheit von Pflanzensterinen in der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigen.

11.04.2008

Diätprodukte: fett, kalorienreich und teuer

Diätlebensmittel enthalten oft mehr Fett und Kalorien als normale Produkte und sind überdies deutlich teurer. Alle 15 im April 2008 untersuchten Diätlebensmittel waren fett- und kalorienreicher als vergleichbare normale Produkte. Die Diätprodukte enthielten bis zu 10 Prozent mehr Kalorien und 66 Prozent mehr Fett. Darüber hinaus suggerieren Hinweise wie „Nasch-Diät" oder „Diät Knusperlust" bei Eis oder Süßwaren: Hier kann man zugreifen, ohne das Kalorienkonto über Gebühr zu belasten. Insbesondere Diabetiker oder Übergewichtige wiegen sich bei dieser Kennzeichnung in trügerischer Sicherheit.
 
Weitere Informationen: www.vzhh.de

01.03.2008

Wenn Ihr Arzt Nahrungsergänzungsmittel verkauft ...

Einige Ärtzte können zwischen ihrem Heilauftrag und den eigenen wirtschaftlichen Interessen nicht ausreichend unterscheiden. Sie verkaufen ihren Patienten Vitaminpillen, Saftkonzentrate oder andere Nahrungsergänzungsmittel. Dabei verbietet das ihre Berufsordnung: Ärzten ist untersagt, in Ihrer Praxis sogenannte Gesundheitsprodukte zu verkaufen.
Durch dieses Verbot soll sichergestellt werden, dass wirtschaftliche Interessen und Heilauftrag weitmöglichst getrennt bleiben. Das besondere Vertrauensverhältnis des Patienten zu seinem Arzt soll nicht durch Verkaufsförderung missbraucht werden.
 
Weitere Informationen: ZDF, Wiso: Wenn der Arzt zum Verkäufer wird

15.02.2008

Keine Probiotika bei Bauchspeicheldrüsenentzündung

Eine niederländische Studie weist nach, dass die regelmäßige Einnahme von Probiotika bei Erkrankten mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) negativ auswirkt. Die Zahl der Todesfälle ist bei der Gruppe, die Probiotika erhielten, stärker angestiegen als bei Erkrankten, die ein Placebo einnahmen. Als Grund diskutieren die Autoren die Möglichkeit, dass Probiotika, die während einer schweren Pankreatitis ohnehin eingeschränkte Durchblutung der Darmschleimhaut durch zusätzlichen Sauerstoffverbrauch oder Induktion einer lokalen Entzündung weiter verschlechtern, und so die auffällig häufigen Darmischämien begünstigt haben könnten.
 
Weitere Informationen:http://www.arznei-telegramm.de

01.02.2008

Diabetes: Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln unklar

Gerade für Diabetiker wird eine Vielzahl von speziellen Nahrungsergänzungsmitteln beworben, die entweder der Erkrankung vorbeugen oder die Stoffwechseleinstellung verbessern sollen. Dazu gehören neben Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren, Zink, Magnesium und Selen auch neuartige Produkte wie Glucosamine, Zimtextrakte oder Bockshornklee.
Auf einer Expertentagung zum Thema Diabetes wurde klar gestellt, dass kontrollierte Langzeitstudien zur Wirkung der Präparate bislang keine schützenden Wirkungen nachweisen konnten. Für Selen wurde sogar kürzlich in einer Studie beobachtet, dass die Einnahme von 200 µg/Tag über 7 Jahre das Diabetes-Risiko signifikant erhöht.
Fazit: Bevor mit unbewiesenen, gesundheitsbezogenen Werbeversprechen Kasse gemacht wird, sollte zumindest der Nachweis der Unbedenklichkeit von Nahrungsergänzungen erbracht werden.

01.02.2008

Mehr Herzinfarkte durch Calcium bei Frauen mit gesunden Knochen?

Eine Studie zur Prävention von Osteoporose bei gesunden Frauen in der Menopause legt jetzt den Verdacht nahe, dass die hoch dosierte Einnahme von Calcium (1000 mg /Tag) das Herzinfarktrisiko steigert. Die Schlussfolgerung der Autoren: Es sollte genau abgewogen werden, ob die möglicherweise positiven Effekte einer Calciumaufnahme auf die Knochen die möglichen Nachteile überwiegen.

(Quelle: British Medical Journal, Feb. 2008, S. 226-227, 336)

01.02.2008

Lungenkrebs: Kein Schutz durch Vitaminpräparate

Eine im Februar 2008 neu veröffentlichte Studie, in die 77000 ältere Menschen einbezogen wurden, kam zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Vitaminpräparaten (C, E, Folsäure) keine Verminderung des Lungenkrebsrisikos bewirkte. Die Einnahme von Vitamin E war zumindest bei Rauchern sogar mit einem Anstieg der Lungenkrebsrate verbunden.

16.01.2008

Afa-Algen: Toxikologe warnt vor Giftcocktail Liste mit dubiosen Nahrungsergänzungen der Verbraucherzentralen vorhanden

Prof. Daniel Dietrich, Toxikologe an der Universität Konstanz warnt vor dem leichtfertigen Verzehr von AFA-Algenpräparaten. Er hat jeweils acht AFA-Algenpräparate aus Deutschland und der Schweiz auf Giftstoffe untersucht und kommt zu dem Schluss, dass von den 16 untersuchten Produkten 10 den Richtwert für das Toxin Microzystin überschritten. Und zwar zum Teil ganz gewaltig. Microzystine sind ein starkes Lebergift, welches eine ähnliche Wirkung hat wie das Gift in Knollenblätterpilzen. Mikrozystine können auch giftig für das Hirn und für die Nieren sein." Vor allem Kinder sind besonders gefährdet. Die höchste Konzentration Mikrozystin im Untersuchung lag bei mehr als 8 Mikrogram pro Gramm Algenpräparat, das ist achtfache Menge des Richtwertes, der in den USA festgelegt wurde.
 
Weitere Informationen: Pillen und Pulver für Sie bewertet

01.01.2008

Leberschäden durch Herbalife?

Wie das pharmakritische arznei-telegramm in seiner Januarausgabe 2008 berichtet, gibt es 22 gut dokumentierte Berichte aus Israel und der Schweiz über Leberschäden in Verbindung mit Nahrungsergänzungsprodukten der Firma Herbalife. Danach sei es nach meist mehrmonatiger Anwendung der Produkte zu Müdigkeit, Appetit- und Gewichtsverlust, Gelbsucht bzw. Hepatitis gekommen. Klinische Studien, die einen Nutzen von Herbalife belegen, gibt es in wissenschaftlichen Datenbanken nicht. Die Experten raten dazu, bei Verdacht auf oder Verschlechterung einer bestehenden Lebererkrankung zum sofortigen Absetzen der Mittel. Da die Zusammensetzung der Mittel unterschiedlich und nicht transparent ist, kann zurzeit keine konkrete Angabe gemacht werden, welche Inhaltsstoffe für die Gesundheitsschäden verantwortlich sind. Ergänzende Informationen folgen.

10.10.2007

Betrug mit Nahrungsergänzungsmitteln aufgedeckt

Ein Hamburger Betrügerpaar ist von der Polizei festgenommen worden, da es zwischen Mai 2006 und Juni 2007 unter falschen Namen in großen Stil Nahrungsergänzungsmittel als Wundermittel verkauft haben soll. In einigen Bundesländern sollen sie das Nahrungsergänzungsmittel «Glusochon Special» angeboten haben. Darin sind die in Deutschland nicht zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe Glucosaminsulfat und Chondroitinsulfat enthalten. Bei den Veranstaltungen in Hotels und Gaststätten seien in einem Fall beispielsweise 360 Ampullen zum Preis von 1000 Euro verkauft worden.
Weitere Informationen: www.netdoktor.de
Bewertung von Nahrungsergänzungsmitteln durch die Verbraucherzentralen